Schweiz: Parlament fordert Zertifizierung für Assistenzhund-Ausbildung

2026-06-17
Schweiz: Parlament fordert Zertifizierung für Assistenzhund-Ausbildung

Das Schweizer Parlament plant strengere Regeln für Assistenzhunde, inklusive einer verpflichtenden Zertifizierung für Ausbildungsorganisationen.

Im Schweizer Parlament wird derzeit über eine Verschärfung der Qualitätsstandards bei der Ausbildung von Assistenzhunden debattiert. Das Ziel der Vorlage ist es, die Ausbildung durch professionelle Standards abzusichern und die Sicherheit für Mensch und Tier weiter zu erhöhen.

Verpflichtende Zertifizierung für Organisationen

Ein wesentlicher Bestandteil der geplanten Maßnahmen ist die Einführung einer Zertifizierungspflicht. Organisationen, die sich der Ausbildung von Assistenzhunden widmen, sollen künftig nachweisen müssen, dass sie über die notwendige Expertise und die entsprechenden strukturellen Voraussetzungen verfügen. Dies soll sicherstellen, dass die Ausbildungsprogramme in der gesamten Schweiz einem einheitlichen und hohen Qualitätsniveau entsprechen.

Präzisere Bezeichnungen für Hundetypen

Neben der Zertifizierung der Anbieter sieht die Initiative vor, dass für die verschiedenen Arten von Assistenzhunden spezifische Bezeichnungen eingeführt werden. Dies soll die Transparenz erhöhen und es Nutzern sowie Behörden erleichtern, die genaue Funktion und Qualifikation eines Hundes einzuordnen. Durch diese Differenzierung soll klar definiert werden, für welche spezifischen Bedürfnisse ein Hund ausgebildet wurde.

Kernpunkte der geplanten Reform:

  • Einführung einer Zertifizierungspflicht für Ausbildungsinstitutionen
  • Standardisierung der Bezeichnungen für verschiedene Hundetypen
  • Steigerung der Qualität und Verlässlichkeit der Assistenzhund-Ausbildung

Assistenzhunde spielen eine entscheidende Rolle für die Autonomie von Menschen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen. Durch die geplanten regulatorischen Änderungen in der Schweiz soll die Professionalität der Branche gestärkt und die Verlässlichkeit der Tiere im Alltag ihrer Besitzer nachhaltig gefördert werden.

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